Musik Baur - 75 Jahre erfolgreich im Klavierbau Klavierstimmen und Bereich Tasteninstrumente, Silentpianos
Firmengeschichte
Der Anfang geschah 1933 als Hermann Baur Senior sein Hobby zum Beruf
machte und damit begann, täglich von sieben Uhr morgens bis zehn Uhr nachts an
der Wartstrasse 22 mit
grossem Erfolg Handorgelunterricht zu erteilen. Während des
Aktiv-Militärdienstes im zweiten Weltkrieg hielt seine zukünftige Frau Heidi
Gattiker die junge Firma über Wasser. Nach
Kriegsende 1945 wurde geheiratet und schliesslich der Schweizerische
Akkordeonlehrerverband gründet. Zusammen mit dem Klavierbauer
Hans Ruckstuhl wurde 1954 das Haus zur Schmiede am Obertor 19,
mitten in der Altstadt von Winterthur, erworben und mit dem Verkauf und der
Reparatur von Klavieren begonnen (in älteren Klavieren
findet man noch die Aufschrift Ruckstuhl & Baur). Vorne im Laden wurde Winterthurs erste
Schallplatten-Bar eingerichtet.
Zu Hermann Baurs Freude entpuppten sich alle vier Kinder als sehr
musikalisch und erlernten "musikalische Berufe". Während die älteste Tochter
Liselotte (heute Lilo Keller) das Klavierlehrerdiplom erwarb, wurde Heidi am
Obertor als erste Frau der Schweiz zur Klavierbauerin ausgebildet. Hermann Baur
Junior besuchte die Mittelschule und absolvierte im Anschluss das
Akkordeonlehrer-Diplom.
Als sich auch sein um 5
Minuten jüngerer Zwillingsbruder Walter für den Klavierbauerberuf entschloss,
wurde 1964 das Haus am Obertor 19 zu einem Pianohaus für Klaviere und Flügel
umgestaltet. Im 2. Stock wurde eine Musikschule mit der Pianistin Pina Pozzi
eingemietet. Während Heidi das Geschäft leitete, konnte sich Walter Baur in
Deutschland bei der Firma Ibach bei Herrn Schendel, wo sich auch Franz
Mohr, der Cheftechniker von Steinway & Sons, sein Rüstzeug
holte, im Flügelbau und Konzertservice weiterbilden. Walter Baurs
Qualitätsarbeit wurde 1976 mit der C.BECHSTEIN- und der BÖSENDORFER-Vertretung
für Winterthur belohnt.
1975 wurde die Einzelfirma in
eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1983 wurde zum
50-jährigen Jubiläum das Wäschehaus auf der Hofseite zum Klaviersaal
ausgebaut. Allmählich wurde das Sortiment durch elektronische
Tasteninstrumente, Heimorgeln, Digitalpianos und Keyboards erweitert, so
dass immer etwa rund 60 Instrumente zur Auswahl standen. 1984 wanderte Heidi Baur nach Brasilien aus.
Ein weiterer Höhepunkt war in den 90er Jahren der riesige Flügelsaal in der Neumühle
Töss, eine der grössten Flügelausstellungen der Schweiz. 1996
kaufte Hermann Baur das ehemalige Stammgeschäft an der Wartstrasse 22 aus der Musik Baur AG
heraus. Seit dieser Trennung der Geschäfte ist
die Firma Musik Baur AG ein reines Haus für Tasteninstrumente und vollständig im Besitz von
Klavierbauer Walter und seiner Frau Margrit Baur-Zimmermann. Nach den gelungenen
75-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten 2008 wurde das Geschäft nun redimensioniert,
ein neues Lokal an der Frauenfelderstrasse 78 eingerichtet, die
Verkaufsabteilung grösstenteils aufgelöst (bis auf den Verkauf von Silentpianos)
und der Fokus auf die Kerngeschäfte Klavierbau und Dienstleistungen gerichtet.
Das Haus zur Schmiede am Obertor 19 wurde Ende 2009 verkauft.
 
Seit Walter Baur 1970 in die Firma eingetreten ist wurden 16 KlavierbauerInnen mit
Erfolg ausgebildet und regelmässig über 60 Instrumente der Zürcher Hochschule der
Künste (Konservatorium) betreut und gepflegt. Eine Tätigkeit, der wir uns auch
weiterhin mit Freude annehmen.
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